“wo der Geist — ein Witz­bold — die Materie zwirbelt”

- lite­ra­ri­sche Stimmen aus der Ukraine -

Eva Paula Pick und Morphy Burk­hart lesen satirische

und lyri­sche Texte ukrainischer

Schrift­stel­ler­kol­le­gInnen zwi­schen 1930 und heute.

 

Ver­an­stal­tungsort: Stadt­bi­blio­thek Kaiserslautern

Ver­an­stal­tungs­zeit: 30. Juni 2022, 19 Uhr.

Von Ost nach West

Lesung mit Musik

Bene­fiz­ver­an­stal­tung mit Unter­stüt­zung des Kul­tur­som­mers zugunsten der Ukraine
Es lesen: Markus Bäcker, Eva Maria Gerst­kamp, Dagmar Pascher, Karin Zielke (Teil­neh­mende des VHS-Kurses “Schreiben!”)
Mode­ra­tion: Gabriele Keiser
Gesang und Gitarre: Man­fred Pohlmann

Wie ein Alb­traum liegt der Krieg über der mul­ti­kul­tu­rell geprägten Ukraine im Osten Europas. Obwohl überall die Stim­mung gedrückt ist, ist zugleich das patrio­ti­schen Gefühl sichtbar, sich nicht besiegen lassen zu wollen — weil ihnen dann die Frei­heit genommen wird.

Viele lite­ra­ri­sche Stimmen werden laut. Auch der Dichter Rainer Kunze, der nach jah­re­langen Schi­kanen durch die Stasi die ehe­ma­lige DDR ver­ließ, zeigt sich erschüt­tert. Bereits 2016 nahm er die Ukraine wahr als “land / ver­stüm­melt, ver­un­treut / verraten”.

Zwei berühmte Dichter stammen aus Czer­no­witz in der Buko­wina, eine Region, die heute zur Ukraine gehört. In einem seiner Gedichte bezieht sich Kunze auf die Vor­gänger und erin­nert ins­be­son­dere an Celans Gedicht “Todes­fuge”, “dessen wort wir in uns tragen: / Der Tod ist ein Meister aus Deutsch­land / Doch weiß man hier, der tod / kam nicht aus Deutsch­land nur, er kam / mit zwei­erlei gesicht,/ und riesig ist das land, wo man / ihm blumen steckt und ruh­mes­kränze flicht.”

Wie sehr die Ver­gan­gen­heit mit der Gegen­wart ver­woben ist, darauf wird bei dieser Ver­an­stal­tung einmal aufs Neue ver­wiesen. Durch lite­ra­ri­sches Ver­ar­beiten aktu­eller Themen werden Licht­punkte gesetzt, die vom Weg­gehen und Ankommen erzählen, vom Flüchten und vom Bleiben. Und nicht zuletzt vom Vergeben.

Die Ver­an­stal­tung findet Mitte Sep­tember in Ander­nach statt. Nähere Infos folgen.

Ein­tritt frei 

Matinee im Rahmen des Kul­tur­som­mers 2022

Denke ich an damals …

Damals, das ist der 10. November 1989, ein Tag, den nie­mand so schnell ver­gisst. Der Fall der Mauer stand am Beginn einer hoff­nungs­vollen Ent­wick­lung, die sich teil­weise erfüllt hat.
Damals — das ist auch das Jahr 2009, als eine Antho­logie im Rhein-Mosel-Verlag ent­stand, die ihre Gül­tig­keit nicht ver­loren hat. In “Der Mau­er­fall — 20 Jahre danach”, her­aus­ge­geben von Petra Heß und Chris­toph Kloft kommen neben vielen rhein­land-pfäl­zi­schen Autorinnen und Autoren auch etliche pro­mi­nente Stimmen zu Wort, u.a. Udo Lin­den­berg — “damals ein aner­kannter Staatsfeind”.

Es lesen: Susanne Becken­kamp und Gabriele Keiser
Gesang und Gitarre: Man­fred Pohlmann

Wann? Matinee am Tag der Deut­schen Ein­heit, 3. Oktober 2022 um 11.00 Uhr
Wo? Im Rhein­tor­saal (nicht barrierefrei)

Ein­tritt frei

Eine Ver­an­stal­tung des Kul­tur­som­mers Rhein­land-Pfalz und dem Lite­ra­tur­werk Rhein­land-Pfalz-Saar e.V.

Man­fred Pohl­mann singt und spielt Lieder zum Thema, wie: “Die Gedanken sind frei”, “Moskow”, etc.

Zitate aus dem Buch:
“Wir hatten Brief­pa­pier mit Glas­ku­geln, erin­nerst du dich? Glas­per­len­spiel statt E‑Mails, Tele­fo­nate statt SMS, kein Handy … Geschrie­bene Worte mit Min­dest­halt­bar­keit, die nicht ein­fach weg­ge­klickt werden konnten, weil auf sie gewartet wurde.“
Susanne Becken­kamp

“Ich saß vor dem Fern­seher, mir kamen die Tränen und ich dachte: Das gibt es nicht. Zwar haben wir uns das alle gewünscht, aber so richtig hat nie­mand daran geglaubt — und nun ist es doch wahr. Fried­lich, ohne Gewalt ist Deutsch­land wie­der­ver­eint.“
Gabriele Keiser