Der Work­shop fand mit 20 Schü­le­rinnen und Schü­lern im Alter zwi­schen 14 und 15 Jahren statt. Fast alle von ihnen hatten erkenn­bare Defi­zite im schrift­li­chen Aus­druck sowie in der Lese- und Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit. Inso­fern stellte der Work­shop für sie durchaus eine Her­aus­for­de­rung dar. Der Ablauf war dabei wie folgt:

  • Tag 1: Crash­kurs zum Thema ‚Hör­spiel‘ (wie erzähle ich eine Geschichte, die man nur hören kann?)
  • Tag 2: Ken­nen­lernen der zu erzäh­lenden Hör­spiel­ge­schichte und Schreiben der Dia­loge
  • Tag 3: Bespre­chung der Ergeb­nisse und Proben
  • Tag 4: Auf­nahme des Hör­spiels

 

Ent­ste­hung des Hör­spiel­textes

Um in der knappen Zeit zu einem sinn­vollen Ergebnis zu kommen, wurde mit einer ‚geführten Geschichte‘ gear­beitet. Aus­gangs­punkt war ein kurzer Pro­sa­text und ein auf dessen Grund­lage beru­hender Lücken­text. Die darin vor­ge­ge­benen erzäh­lenden Pas­sagen legen die Inhalte der zu schrei­benden Dia­loge nahe. Die Dia­loge selbst wurden von den Schü­le­rinnen und Schü­lern in Klein­gruppen erar­beitet. Jede der 5 Klein­gruppen (à 4 Jugend­liche) war für jeweils für einen Teil der Dia­loge ver­ant­wort­lich. Die Ent­schei­dung dar­über, wie und was die Figuren im Text reden, lag bei ihnen. Anschlie­ßend wurden die Ergeb­nisse bespro­chen, even­tu­elle Unstim­mig­keiten besei­tigt und der Text durch Hin­zu­fü­gung von Geräu­schen und Musik „hör­spiel­taug­lich“ gemacht.

 

Vor­be­rei­tung der Auf­nahme

Im Ver­lauf des dritten Tages wurden die ein­zelnen Auf­gaben ver­teilt. Ziel war es, jede(n) Jugendliche(n) zumin­dest Funk­tion über­nehmen zu lassen. Anschlie­ßend wurden meh­rere Pro­ben­durch­läufe gemacht, die auch den Ein­satz der Musik und Geräu­sche beinhal­tete.

 

Auf­nahme des Hör­spiels

Das Stück wurde in einem ein­zigen Take auf­ge­zeichnet. Auf diese Weise ent­stand eine Auf­nahme von ca. fünf­und­zwanzig Minuten. Die Jugend­li­chen waren dabei sehr kon­zen­triert und trotz der damit ver­bun­denen Anstren­gung mit großer Freude bei der Sache. Anschlie­ßend wurde die Auf­nahme von mir geschnitten, d. h. es wurden die Umbau­pausen und, soweit mög­lich, alle sons­tigen stö­renden Neben­ge­räu­sche ent­fernt. Das fer­tige Ergebnis, das eine Länge von nun­mehr 9 Minuten und 18 Sekunden hat, ist hier zu hören: