Autor­en­se­minar des VS-Rhein­land-Pfalz, VS-Saar und Lite­ra­tur­werk Rhein­land-Pfalz-Saar vom 21. – 23. Februar 2014 (aus­ge­bucht)

 

Mode­ra­tion und Referat

Kurt Dra­wert

 

Ver­an­stal­tungsort

Bil­dungs­zen­trum der Arbeits­kammer des Saar­landes
Am Tan­nen­wald 1, 66459 Kirkel

Wir freuen uns, dass wir für unser tra­di­tio­nelles Früh­jahrs-Seminar in Kirkel erneut den renom­mierten Autor und erfah­renen Schreib­grup­pen­leiter Kurt Dra­wert gewinnen konnten. Im Fokus des „Kirkel-Semi­nars“ 2014 Orte des Erzäh­lens mit Kurt Dra­wert steht die eigene Text­ar­beit. Das Seminar richtet sich an Autorinnen und Autoren, die bereits Erfah­rung mit eigenen lite­ra­ri­schen Texten haben. Eine Teil­nahme am Vor­gänger-Seminar „Erin­ne­rung und Gedächtnis“ (Früh­jahr 2013) wird jedoch nicht vorausgesetzt.

 

Wer spricht wo?

Die Erzähl­per­spek­tive ist ein tra­gendes Ele­ment jeder Prosa. Wäh­rend in der klas­si­schen Roman­li­te­ratur der aukt­o­riale Erzähler eine All­wis­sen­heit vorgab, gilt heute fast grund­le­gend die Mul­ti­per­spek­ti­vität, was durchaus etwas damit zu tun hat, dass die Welt immer kom­plexer und unüber­sicht­li­cher wird.

Der Erzähl­stand­punkt, der nicht nur räum­lich ver­ortet ist, stellt auch eine Ord­nung im spre­chenden Sub­jekt dar. Dies wird im Monolog oder Dialog, im Selbst- oder Per­so­nen­ge­spräch aus­ge­drückt, das wie­derum nach innen oder nach außen gerichtet sein kann.

Die Formen der Rede – direkte oder indi­rekte, innere oder erlebte Rede – sollen ebenso auf ihren lite­ra­ri­schen Nutzen hin unter­sucht werden wie die Erzähl­per­spek­tive, die sich aus der Logik der Rede ergibt.

Schließ­lich sollen hand­lungs- und sprach­ori­en­tiertes Schreiben als zwei grund­le­gende Stra­te­gien unter­schieden werden, nach denen innere oder äußere Vor­gänge sprach­lich gestaltet werden können.

In seinen theo­re­ti­schen Erör­te­rungen bezieht sich Kurt Dra­wert haupt­säch­lich auf sein Werk Schreiben. Vom Leben der Texte (Beck Verlag, 2012), einem fun­da­men­talen Hand­buch über das Schreiben.

Neben der Theorie liegt der Schwer­punkt des Semi­nars auf prak­ti­schen Übungen. Eigene Texte können vor­ge­stellt und in der Gruppe dis­ku­tiert werden.

Kurt Dra­wert wurde 1956 in Heringsdorf/Brandenburg geboren. Nach der Aus­bil­dung zum Fach­ar­beiter für Elek­tronik machte er das Abitur auf dem zweiten Bil­dungsweg und stu­dierte am Lite­ra­tur­in­stitut Johannes R. Becher in Leipzig. Der freie Schrift­steller lebt seit 1996 in Darm­stadt, wo er seit 2004 das Zen­trum für junge Literatur leitet. Seine Werke wurden mit zahl­rei­chen Preisen ausgezeichnet.

Wei­tere Infos: www.kurtdrawert.de

Pro­gramm

Freitag, 21. Februar 2014

Anreise
18.00 Uhr Abend­essen
19.30 Uhr: Lese­abend mit den Teilnehmer/innen

Samstag, 22. Februar 2014

Früh­stück
9.30 – 12.30 Uhr Text­ar­beit
Kurze Ein­füh­rung in die Text­ar­beit „Orte des Erzäh­lens“ durch Kurt Dra­wert. Prak­ti­sche Übung zum Thema. Vor­trag der Texte im Forum. Besprechung/Kritik schließt sich an.
Mit­tag­essen
14.30 Uhr – 17.30 Uhr Text­ar­beit
die Arbeit an den Texten wird fort­ge­setzt (mit Kaf­fee­pause).
Abendessen

Sonntag, 23. Februar 2014

Früh­stück
10.00 Uhr — Abschluss, Resümee, Aus­blick
Abreise nach dem Mittagessen