Debüt des Jahres

Lite­ra­tur­werk Rhein­­land-Pfalz-Saar ver­gibt Debüt­preis 2026 an Tobias Heinze

Den Lite­ra­tur­preis ‚Debüt des Jahres 2026‘ erhält der Bad Dürk­heimer Autor Tobias Heinze für seinen unter dem Pseud­onym Oliver T. Stein­well erschie­nenen Debüt-Roman „Die Schat­ten­diebe – Erase & Rewind“. Das Buch erschien 2025 im Trierer Buch­fink Verlag und ist der erste Band einer bis­lang aus zwei Folgen bestehenden Reihe.   „Jedes Leben hat eine große Geschichte zu erzählen. Dies ist meine.“ Mit diesen Worten beginnt Theo zu berichten, ein jugend­li­cher Angst­hase und Pech­vogel, der es auch in der Schule nicht leicht hat. Doch sein eher gequältes und freud­loses Dasein ändert sich abrupt, als er und andere aus dem ‚Club der Außen­seiter‘ einen geheimen Tunnel ent­de­cken, der sie ins Jahr 1983 führt. Es ist der Beginn einer span­nenden Zeit­reise, bei der es nicht nur um eine ver­schwun­dene Schü­lerin geht, son­dern auch um die Frage: ist es mög­lich, nicht nur sich selbst zu retten, son­dern gleich­zeitig die ganze Welt?   Was auf den ersten Blick als Jugend­buch daher­kommt, ent­puppt sich als durchaus hin­ter­sin­niger Roman, der auch Erwach­sene zu begeis­tern vermag, die sich in dem darin geschil­derten Kolorit der 1980er und 90er Jahre wie­der­erkennen. Die Jury war von dem dyna­mi­schen Schreib­stil ebenso über­zeugt wie von der gelun­genen Mischung aus Mär­chen, Hel­den­reise und Coming-of-Age-Geschichte, bei der auch Krimi-Anteile nicht fehlen. Diese unter­schied­li­chen Ele­mente ziehen in ihren Bann.   Tobias Heinze, Jahr­gang 1983, stu­dierte in Trier Ger­ma­nistik und Geo­grafie und arbeitet als Lehrer. Er lebt mit seiner Familie in Bad Dürk­heim. Mit der Aus­zeich­nung sind ein Preis­geld in Höhe von 1.000 Euro ver­bunden sowie drei Lesungen in Orten in Rhein­­land-Pfalz und im Saar­land.   Der Jury des Lite­ra­tur­werks gehörten an: die Kul­tur­jour­na­listin Andrea Dittgen (Saar­brü­cken), die Autorin und ehe­ma­lige 1. Vor­sit­zende des Lite­ra­tur­werks Rhein­­land-Pfalz-Saar, Bri­gitta Dewald-Koch (Mainz), der Kul­tur­re­fe­rent im rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Kul­tus­mi­nis­te­rium Michael Au (Mainz), der Lite­ra­tur­re­fe­rent im saar­län­di­schen Kul­tus­mi­nis­te­rium Jörg Sämann sowie der Autor Jörg W. Gro­nius (Saar­brü­cken).   Die Preis­über­gabe findet am Samstag, dem 24.10.2026 um 14.00 Uhr im Rahmen der Mainzer Bücher­messe statt. Bereits vorab lädt das Lite­ra­tur­werk Rhein­­land-Pfalz-Saar e.V. bereits am 12.10.2026 zu einer Lesung mit dem Autor ins Saar­län­di­sche Künst­ler­haus in Saar­brü­cken ein. Beginn der Ver­an­stal­tung ist 20 Uhr.   Lite­ra­tur­werk Rhein­land-Pfalz-Saar Der Vorstand 

Debüts der letzten Jahre

Manu­skript­för­de­rung

Rhein­land-Pfäl­zi­sche Autorinnen ausgezeichnet

Das Lite­ra­tur­werk Rhein­land-Pfalz-Saar e.V. und der Ver­band Deut­scher Schrift­steller (VS), Lan­des­ver­band Rhein­land-Pfalz, haben erst­mals in 2012 die För­de­rung von zwei Manu­skripten aus­ge­schrieben. Zuge­lassen waren  abge­schlos­sene bel­le­tris­ti­sche Manu­skripte der ver­schie­denen Prosa- und Lyrik-Gat­tungen, deren Ver­öf­fent­li­chung vom Land Rhein­land-Pfalz mit einem Zuschuss von ins­ge­samt bis zu 6.000 Euro geför­dert werden soll.

Vor­aus­set­zung für eine Teil­nahme war, dass die Autorinnen und Autoren  oder ihr Werk einen nach­weis­baren Bezug zu Rhein­land-Pfalz haben.

Das Ergebnis war über­wäl­ti­gend. 104 Manu­skripte wurden ein­ge­reicht. Die Texte lassen eine große Band­breite an Genres und unter­schied­li­chen Schreib­stilen erkennen. Unter den ein­ge­sandten Werken wählte die Jury, bestehend aus Michael Au (Lite­ra­tur­re­fe­rent des Kul­tur­mi­nis­te­riums), Ernst Heimes (Buch­händler und Autor), Michael Jacobs (Jour­na­list, All­ge­meine Zei­tung Mainz), Klaus Feld (Bör­sen­verein des deut­schen Buch­han­dels, Geschäfts­führer der Lan­des­ver­bände Hessen, Rhein­land-Pfalz und Saar­land) und Volker Gallé (Kul­tur­ko­or­di­nator der Stadt Worms und Autor) Anke Vel­mekes Pro­sa­text „Hin­ketanz“ und Sarah Katha­rina Kayß´ Lyrik- und Essay­samm­lung aus. Anke Vel­meke hat in Mainz stu­diert und war hier auch als Sprach­leh­rerin tätig. Sarah Katha­rina Kayß, geb. 1985 in Koblenz, lebt der­zeit in London.

Anke Vel­mekes „Hin­ketanz“ beein­drucke durch starke, poe­ti­sche, aber auch bis­weilen lako­ni­sche Bilder, so die Jury. Das von ihr vor­ge­legte Werk, das die Atmo­sphäre einer Klein­stadt am Rhein ein­fange, habe expe­ri­men­telle Ansätze und einen sehr musi­ka­li­schen Ton, so die wei­tere Begrün­dung der Jury.

Sarah Katha­rina Kayß´ Gedichte- und Essay­samm­lung, stellte die Jury fest, beschäf­tige sich mit wich­tigen Fragen unserer Gegen­wart. Bereits nach wenigen Sätzen sei spürbar, dass die junge Autorin etwas zu sagen habe. Ihre Lyrik und Essays seien in bestechender Weise durch einen modernen Ton­fall und einen eigenen Blick gekenn­zeichnet. Sie selbst benennt ihr Manu­skript als eine „Hom­mage an das 21. Jahr­hun­dert. Eine Hom­mage an die Gegen­wart und die Ver­gan­gen­heit, die unauf­haltsam auf sie abfärbt.“

Das Lite­ra­tur­werk Rhein­land-Pfalz-Saar e.V. und der Ver­band Deut­scher Schrift­steller, Lan­des­ver­band Rhein­land-Pfalz, werden die beiden Autorinnen bei der Suche nach einem geeig­neten Verlag für ihr jewei­liges Manu­skript unterstützen.

Anke Vel­meke

Sarah Katha­rina Kayß

 

Jury

  • Michael Au, Lite­ra­tur­re­fe­rent des Kul­tus­mi­nis­te­riums RLP
  • Klaus Feld, Geschäfts­führer des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels Lan­des­ver­band RLP
  • Michael Jacobs, Jour­na­list, All­ge­meine Zei­tung Mainz
  • Ernst Heimes, Buch­händler und Autor
  • Volker Galle, Autor